Kantaten-Uraufführung im September 2021

In der Zusammenarbeit von Karl Scharnweber und Eckart Reinmuth ist die Kantate „Komm Herr, dies ist deine Zeit“ entstanden, deren Uraufführung coronabedingt um ein Jahr verschoben werden musste.
Anhand der Geschichte von Jairus und der blutenden Frau aus dem Markusevangelium (Mk 5,22-43) wird gefragt, was eigentlich „Zeit“ für uns ist. Wie gehen wir mit Zeitnot um, wie begrenzt oder weit erfahren wir unsere Zeit und was meinen wir, wenn wir mit Psalm 31 beten „Meine Zeit steht in deinen Händen“?
Ein gemischter Chor, drei Solostimmen und drei Instrumentalisten, wollen das Werk am Sonnabend, den 18. September um 19:00 Uhr in der Dorfkirche zu Biestow und am Sonntag, den 19. September um 19:00 Uhr in der Nikolaikirche erklingen lassen. Zu Beginn der Uraufführung und zum Ende des Abends erklingt Orgelmusik gespielt von Benjamin Jäger.

Karl Scharnweber

Inhaltliche Quelle: Gemeindebrief für Sept.-Nov. 2021

Gottesdienste in englischer Sprache – „International Prayer“ im Herbst 2021

International Prayer: Sonntag, 12. September und 17. Oktober um 17:00 Uhr in der Petrikirche

Wir starten den Probelauf für ein neues ökumenisches Format: Gottesdienst in englischer Sprache unter dem Titel „Internati onal Prayer“.
Neben dem Gottesdienst ist es uns besonders wichtig, Möglichkeiten der Begegnung zu eröffnen. In der Petrikirche gibt es dazu den Gustav-Adolf-Saal und ggf. auch die Räume der ESG. Bei Getränken und kleinen Snacks kann man nach dem Gottesdienst ins Gespräch kommen. Wir stellen uns vor, dass viele Menschen in Rostock leben oder neu ankommen, die mit der deutschen Sprache noch nicht vertraut sind. Uns liegt daran, dass Menschen ganz unterschiedlicher Herkunft , religiöser oder kultureller Prägung, geistliche Gemeinschaft erfahren und miteinander ins Gespräch kommen. Vielleicht entsteht auch ein „International Choir“, der die Gottesdienste mitgestaltet? Ein Musiker und Kantor ist mit im Vorbereitungsteam.
Wer sich mit einbringen will, melde sich gerne bei einer oder einem von uns aus dem Vorbereitungsteam!
Christina Innemann (Katholische Hochschulseelsorge), Lucy Cathrow, Sarah Lucey, Dorothea Flake, Benjamin Jäger (Kantor) und Willfrid Knees (ev. Stadtpastor).

Inhaltliche Quelle: Gemeindebrief für Sept.-Nov. 2021

Gemeindeabend im November 2021

„Vergänglichkeit – mit Kindern über den Tod reden“ mit Prof. Dr. Anna-Katharina Szagun

Ende des Monats denken wir am Totensonntag an alle Menschen, die nicht mehr bei uns sind, die wir für immer hergeben mussten.
Es fällt schon im Umgang mit Erwachsenen schwer, über Hinfälligkeit, Sterben und Tod zu sprechen. Im Umgang mit Kindern fällt es noch schwerer.
Dass Vergänglichkeit und Tod unlösbar verknüpft mit dem Leben sind, ist theoretisch jedem klar, und trotzdem fehlen die Worte… Ist das Thema Kindern zumutbar? Und wenn ja, wie?
Der Abend stellt sich den Fragen einer kindgerechten Thematisierung von Vergänglichkeit, Sterben und Tod und zeigt Wege eines angemessenen Umgangs damit auf.

Wir laden alle Interessierten herzlich ein, am Mittwoch, den 10. November um 19:30 Uhr in die Petrikirche (beheizter Raum im 1. Stock) zu kommen.
Prof. Dr. Anna-Katharina Szagun hat fünf Kinder und zehn Enkel. Bevor sie 1992 an die Universität Rostock als Professorin für Religionspädagogik wechselte, war sie Lehrerin in verschiedenen Schularten und -stufen.
Ihre Dissertati on thematisierte die Frage, wie durch Religionsunterricht eine partnerschaftliche Sicht von „Nichtbehinderten“ auf „Behinderte“ gefördert werden könnte, eine Vorarbeit für spätere Inklusionsdebatten.
Ab 1999 führte sie eine Langzeitstudie zur religiösen Entwicklung durch, die sie nach ihrer Emeritierung ab 2009 in ihrer niedersächsischen Heimat fortsetzte. Seitdem ist sie außerdem in der Kinder- und Jugendarbeit (Konfirmanden, Kindergottesdienst, Kita) tätig sowie bundesweit in der Erwachsenenbildung aktiv.
Ihr großer Schatz: Fundiert und praxisbezogen und ganz dicht an der Welt von Kindern und Jugendlichen eröffnet sie Zugänge und schafft Ausdrucksräume verschiedenster Art, die es ermöglichen, über echte Herzensthemen zu kommunizieren.
Elisabeth Lange

Inhaltliche Quelle: Gemeindebrief für Sept.-Nov. 2021

Gemeindeabend im Oktober 2021

Gemeindeabend am Donnerstag, den 21. Oktober um 19:30 Uhr im Gemeinderaum, Bei der Nikolaikirche mit Dr. Marianne Subklew-Jeutner

Thema: „Schattenspiel – Pfarrer Eckart Giebeler zwischen Kirche, Staat und Stasi“.

Ihr Reinhard Scholl

Zum Buch:
Pfarrer Eckart Giebeler arbeitete von 1949 bis 1992 als evangelischer Gefängnisseelsorger in verschiedenen Gefängnissen der DDR und nach 1990 im Land Brandenburg. Ab 1953 übte er seine seelsorgerliche Tätigkeit als Angestellter des Ministeriums des Innern der DDR aus und verpflichtete sich 1959 per Handschlag zur Zusammenarbeit
mit dem Ministerium für Staatssicherheit (MfS). Als IM „Roland“ schrieb er Berichte über Inhaftierte, besprach Tonbänder mit Informationen über Pfarrkonvente und Pfarrer-Kollegen und übergab dem MfS Dokumente, die „nur zum innerkirchlichen Dienstgebrauch“ bestimmt waren. 1992 veröffentlichte Giebeler seine Autobiografie unter dem Titel „Hinter verschlossenen Türen. Vierzig Jahre als Gefängnisseelsorger in der DDR“, in der er u. a. beschreibt, wie er den Anwerbungen des MfS als Christ und Pfarrer widerstanden habe.
Die Geschichte von Eckart Giebeler ist in ihren individuellen Dimensionen die Geschichte einer persönlichen Tragik. Aber sie ist auch eine Geschichte von Schuld und Verrat, ungeklärtem kirchlichen Leitungsverhalten und letztlich eine Geschichte der Suche nach Zugehörigkeit, die Eckart Giebeler auf seine Weise beantwortet hat.

Dr. Marianne Subklew-Jeutner, geb. in Greifswald, studierte nach einer Elektrikerlehre Theologie am Ostberliner Sprachenkonvikt und am Theologischen Seminar in Leipzig. Sie arbeitete u. a. als Korrespondentin des Evangelischen Pressedienstes (epd), als Pfarrerin in Greifswald und Hamburg und bei der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der kommunistischen Diktatur. Sie promovierte am Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaften der Freien Universität Berlin und arbeitet seit 2017 an der Universität Hamburg.

Inhaltliche Quelle: Gemeindebrief für Sept.-Nov. 2021