Bericht von der Jahresversammlung unseres Fördervereins 2019

Für das Klingen der Glocken vom Petriturm!

Am 23. Januar 2019 waren Gäste und Fördervereinsmitglieder in den Gustav-Adolf-Saal der Petrikirche eingeladen.

Der Vorsitzende Reinhard Wegener erinnerte an den guten Start im vergangenen Jahr. Die Meldungen
von der Baugenehmigung für das Glockenprojekt brachten einen Schub von 116 Spenden mit fast 15.000 € im ersten Quartal 2018. Inzwischen liegen Finanzierungszusagen und -pläne vor. Förderverein, Kirchengemeinde und Ministerien stehen in Verbindung, weitere Sponsoren sind gefragt.
Reinhard Wegener konnte von vielen Aktivitäten berichten: Benefizkonzerte, Wendeltreppenführungen, Verkauf der Bilder, Grafiken, Karten von Frau Hopfmann; Aktionen am Denkmaltag, Töpfermarkt, Info-Stände nach Gottesdiensten, Silvester auf dem Turm usw. Bei der Öffentlichkeitsarbeit
halfen Pressevertreter, Türmerinnen, der Altstadtverein, Frau Radtke, die Herren Schwieger, Friedrich und Geske. Neue Flyer sind in Arbeit, die Folgen eines Hackerangriffs auf unsere Homepage wurden überwunden.
2018 kamen aus 283 Einzelspenden 31.000 € zusammen. Mit einem Dank an alle Engagierten und die
vielen Unterstützer, kleinen und großen Spender schloß der Bericht des Vorsitzenden.

Dr. Beel begann seinen Finanzbericht in baldiger Erwartung des Beginns der Arbeiten.

Die Genehmigung wie eine finanzielle Basis sind da, der Bau kann erfolgen; man müsse „endlich wat
tun“ und „die Trommel rühren, dass etwas geschieht!“ Es besteht ein großes öffentliches wie touristisches
Interesse an der Wiedererrichtung des Petriturmes mit seinem Geläut! 134.816 € stehen schon für das Glockenprojekt bereit. Über 100.000 € Spenden können noch durch den weiteren Verkauf von Spendentafeln für Glocken und Turm eingeworben werden: http://www.petrikirche-rostock.de/mithilfe/glockenstuhl/.

Nach der Entlastung des bisherigen und Wahl des neuen Vorstands gaben Experten Antwort auf die Erwartungen des Baustarts. Den Stand der Detailplanungen und Bauvorbereitung erläuterte Herr
Folkerts, leitender Architekt des Büros Angelis und Partner in Wismar.
Der Baubeginn aber kann – wegen der Förderungen – erst bei Eintreffen der Zuwendungsbescheide erfolgen.
Der kirchliche Baubeauftragte Herr Hub erklärte den Antrags- und Verhandlungsstand der Förderung durch Landesministerien und drückte seine Hoffnung aus, dass das Projekt 2020/21
fertig gestellt wird. Die anschließende Pause diente Gesprächen und dem
Austausch der Vereinsmitglieder, Gäste und Referenten.

Dr. Peter nannte weitere wichtige Gießereien und Werkstätten, lobte u. a. die „bewahrende Kraft des Luthertums“ in den reformatorischen Umbrüchen wie später dann nach den Weltkriegen im 20. Jh. das „Fehlen von Geld für Dummheiten“. So ist unsere mecklenburgische Glockenlandschaft durch eine wertvolle Vielfalt und erhaltene Originalität gekennzeichnet.

Dass unsere Peter-Matze-Glocke 1942 den Sturz von 1 t Gewicht aus fast 50 m Höhe heil überstand,
bezeichnet der Glockenexperte als ein Wunder. Die Zuhörenden erfuhren viel über Ton, Klang,
Schlagtonlinien, gekröpfte Joche wie Gestaltung und Bebilderung von Glocken, Inschriften und Zeichen.
Keine Frage: Die Herzen aller schlagen weiter für das Klingen der Glocken vom Petriturm!

Hans Druckrey

Quelle: Gemeindebrief März – Mai 2019

 

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