St. Petri: Fahrstuhl bis ganz nach oben

In der OZ vom 17.04.2003 wurde folgender Artikel veröffentlicht:
Blick aus dem noch unverschlossenen Fenster über dem Westportal der Petrikirche. Hier wird ein Bleiglasfenster eingesetzt.

OZ-Foto: Maik Ehrlich

St. Petri: Fahrstuhl bis ganz nach oben
Östliche Altstadt. Bereits in der Vorsaison besuchen täglich rund 40 Touristen die Petrikirche. Besonders die Aussichtsgalerie in 45 Meter Höhe ist begehrt. Im Mai erwartet Reinhard Wegener, Kirchenältester der
Innenstadtgemeinde und Mitglied in deren Bauausschuss, die Genehmigung für die Fahrstuhlerweiterung. Binnen weniger Wochen können die Arbeiten abgeschlossen werden und die Gäste direkt in 45 Meter aus dem Fahrstuhl steigen. Bisher müssen sie die letzten fünf Meter über Holzstufen meistern.
Mit der Fahrstuhlerweiterung verknüpft sich eine weitere Baumaßnahme: Damit Rollstuhlfahrer die drei Eingangsstufen zur Kirche bequem überwinden können, ist eine Rampe geplant. Ein Holzprovisorium ist vom Tisch. Nun will die Innenstadtgemeinde dem Amt für Denkmalpflege eine neue Variante vorschlagen. Noch in diesem Jahr wird in das Fenster über dem Westportal ein nicht mehr in der Marienkirche benötigtes Bleiglasfenster eingesetzt. Damit wird eine Baulücke geschlossen, die seit dem 27. April 1942 besteht. Kurz nach Mitternacht wurde damals die Kirche von Brandbomben getroffen.
Einzig für die so genannte Turmkapelle im nordwestlichen Teil der Kirche hat die Innenstadtgemeinde noch kein Sanierungskonzept. Deshalb ist die Turmkapelle Tagesordnungspunkt bei der nächsten Sitzung des Bauausschusses.
Ab Juli ist der Kalender von der Petrikirche für das Jahr 2004 erhältlich. Turmführer Max Braatz verließ dafür seinen Verkaufsstand und steuerte auch eigene Fotografien bei. Teilweise klettert er dafür auch in das Turmgebälk – ohne Rücksicht auf Verluste: „Wenn du wieder im Gebälk bist, dann schau bitte mal nach meinem Hut. Der muss irgendwo in der Südseite liegen“, beauftragte Braatz den Kirchenältesten.

MAIK EHRLICH

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