Petritor

Nachdem die Petrikirche und die Stadtmauer ihr historisches Äußeres erhalten haben, soll nun auch ein Petritor wiedererrichtet werden (siehe Beitrag Förderverein 2017). Die Rostocker Gesellschaft für Stadterneuerung, Stadtentwicklung und Wohnungsbau mbH führt hierzu einen Architekturwettbewerb durch.
Die Termine finden im Gustav-Adolf-Saal der Petrikirche statt. In der Woche vor Ostern wird der Gewinner ermittelt. Nach Ostern sollen dann die Modelle der Platzierten ausgestellt
werden. Ob die Ausstellung ebenfalls in der Petrikirche im Nordschiff zu sehen ist, steht noch nicht fest.

Mai 1960, Sprengung des Petritores, links die noch stark zerstörte Petrikirche (kein Turm, Mittelschiff ohne Gewölbe und Dach), Foto: Gustav Scharnweber

Das Petritor, eines von 22 Stadttoren, wurde erstmals 1160 erwähnt und 1936 unter Leitung des Oberbaurates Lorenz generalsaniert. Genau wie die Petrikirche fiel das Petritor im April 1942 den britischen Bombenangriffen auf Rostock zum Opfer. Obwohl das Mauerwerk erhalten blieb, wurde das Tor nicht wiederhergestellt, sondern 1960 in einer Nacht- und Nebelaktion  abgerissen.
Mit Spannung und großem Interesse wird nun das Ergebnis des Wettbewerbs erwartet.

Heidrun Marotzke

Der Inhalt dieses Beitrags stammt aus dem Gemeindebrief März-Mai 2017

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